Landesregierung verschiebt die Umsetzung einer Kommunalreform auf den Sankt-Nimmerleinstag

Landesregierung verschiebt die Umsetzung einer Kommunalreform auf den

Sankt-Nimmerleinstag

 

Saar-Innenminister Bouillon ließ die Katze aus dem Sack. Das Thema Kommunalreform wird in dieser Legislaturperiode nicht mehr angefasst. Auch aus der vorgesehenen VerkĂŒrzung der Amtszeit fĂŒr BĂŒrgermeister von 10 auf 5 Jahre wird vorlĂ€ufig nichts. Man will ja den eigenen Parteifreunden nicht auf die FĂŒĂŸe treten. Der Minister fĂŒhrt aus, dass nach der verfassungsrechtlichen Rechtsprechung an eine Gebietsreform zu stellenden rechtlichen Anforderungen eine Verfahrensdauer von sechs bis acht Jahren in Anspruch nehmen wĂŒrde. Unterstellt man die Richtigkeit dieser Aussage, so wĂ€re nun unverzĂŒgliches TĂ€tigwerden angesagt. Der genannte Zeitraum ließe sich sicherlich noch verkĂŒrzen im Hinblick auf die MehrheitsverhĂ€ltnisse im Landtag. Die Große Koalition (CDU-SPD) kann jetzt noch in dieser Legislaturperiode die Verfassung Ă€ndern. Ob dies noch in der nĂ€chsten der Fall sein wird, muss bezweifelt werden. Auch deshalb ist es unverantwortlich, nicht sofort mit diesen MehrheitsverhĂ€ltnissen die Weichen zu stellen. Auch im Hinblick auf den feststehenden BevölkerungsrĂŒckgang wĂ€re es dringend geboten, dem Saarland zukunftsfĂ€hige Verwaltungsstrukturen zu geben.

Die AfD-Fraktion wiederholt hiermit ihre Forderung nach Umsetzung einer umfassenden Kommunal und Verwaltungsreform mit dem Schwerpunkt Reduzierung der Landkreise auf einen Regionalverband Saarland.

Leider hat sich die Koalition der „Unwilligen“ (CDU-SPD-Linke) dieser Initiative nicht angeschlossen.